SC_Bewerbungsdossier

Das Bewerbungsdossier


Mit einem Bewerbungsschreiben hast Du die Möglichkeit, Dich in einer schriftlichen Form der Unternehmung zu präsentieren. Für unsere 12-15 freien Ausbildungsplätze erhält die Competec-Gruppe jährlich sehr viele individuelle Bewerbungsschreiben (ca. 250 Dossiers). Um in dieser Masse nun positiv aufzufallen, kannst Du Dich an folgende Tipps halten.

Bitte denke dran…

«Sei bei den Ersten (frühzeitige, professionelle Vorbereitung ist das A&O)»
«Für den ersten Eindruck erhälst Du oftmals keine zweite Chance»
«Versuche immer besser als die Anderen zu sein (hebe Dich von der Masse ab)».


  • Papier

    Benütze stets weisses Papier, das eine Papierstärke von 80–100g/m2 aufweist, nicht dünner!
  • Schrift

    Am besten lesbar sind die Schriften Arial oder Helvetica. Wichtige Worte können vereinzelt unterstrichen, fett oder kursiv hervorgehoben werden. Als Schriftgrösse verwendest du am besten 11–13 Punkte/Pixel. Bei der Farbe sollte nicht herumexperimentiert werden, also klassisches schwarz verwenden. Die Textausrichtung sollte linksbündig sein.
  • Rechtschreibung

    Wir legen grossen Wert auf ein fehlerfreies Bewerbungsdossier. Das Schreiben muss korrekt verfasst sein und soll sowohl in der deutschen Rechtschreibung, der Grammatik wie auch in der Zeichensetzung keine Fehler aufweisen. Du hast immer genügend Zeit, dein Dossier von deinen Eltern oder einer Lehrperson gegenlesen zu lassen. Schreibfehler machen einen schlechten – aber vermeidbaren – Eindruck!
  • Design

    Das Design deiner Bewerbungsmappe soll einheitlich und wie ein roter Faden erkennbar sein. Damit kannst du auch zeigen, dass dir der Umgang mit den Office Systemen geläufig ist. Die Bewerbung versendet man am besten in einer speziellen Bewerbungsmappe (nicht lose oder einfach in einem Mäppchen). Achte darauf, dass weder Mappe noch Blätter schmutzig und zerknittert sind oder gar einen üblen Geruch haben.

Ein Deckblatt…

Mit einem schön gestalteten Deckblatt hebst Du Dich von der Masse ab und machst auf Dich aufmerksam. Es sollte sich aber am Beruf orientieren für den Du Dich bewirbst und keine Selbstverwirklichung seiner eigenen Person sein.

Das Bewerbungsschreiben…

ist das eigentliche Begleitschreiben Deiner Bewerbung.Oft wird es auch «Türöffner» zum Dossier genannt. Ein überzeugend verfasstes und auf die Lehrstelle zugeschnittenes Bewerbungsschreiben, das Du mit den Unterlagen einsendest, entscheidet in vielen Fällen, ob Dein Dossier überhaupt näher angesehen wird. Kurze, prägnante Briefe haben mehr Chancen als lange Romane, eine Gliederung in vier Abschnitte ist optimal. Im Titel muss die richtige Bezeichnung der ausgeschriebenen Lehrstelle und das Lehrbeginn Jahr stehen.Beschreibe, warum Du Dich für diese Lehr- oder Praktikumsstelle bewirbst, welche Qualifikationen und Motivationen Du für diese Ausbildung mitbringst. Man sieht es gerne, wenn Du was über die Firma/Unternehmung in Deinem Schreiben erwähnst. Deine Bereitschaft für ein persönliches Gespräch muss ebenfalls enthalten sein. Wenn Du zuvor mit der zuständigen Personalstelle telefoniert hast, nehme dringend Bezug darauf, indem Du Datum und Name des Gesprächspartners erwähnst. Denke daran, dass Schreibstil und Tonalität deines Bewerbungsschreibens bereits Aufschluss über deine Professionalität und Persönlichkeit geben. Mit banalen Allerweltsformulierungen und Floskeln wie: «Ich beziehe mich auf Ihre Stellenanzeige» landest du normalerweise sofort bei den Absagen.

Der Lebenslauf…

ist ein sehr wichtiger Bestandteil deiner Bewerbung. Damit stellst Du deinen Werdegang und ein Umfeld (Familie, Hobbys etc.) vor. Sehr wichtig ist, dass er keine Lücken aufweist. Wenn Du zum Beispiel während eines Jahres nicht zur Schule gegangen bist, so gib darüber eine Erklärung im Motivationsschreiben ab. Auch bei ungenügenden Noten oder vielen Absenzen ist es gut, wenn Du diese ehrlich begründest. Alles andere wirft Fragen auf und gibt ein schlechtes Bild ab. Bei der Gestaltung des Lebenslaufs bist Du frei, bei den Inhalten ist es wichtig, dass nichts fehlt:

  • Überschrift

    Vorteilhaft ist ein Titel wie «Lebenslauf» oder «beruflicher Werdegang».
  • Persönliche Daten

    > Vor- und Nachname
    > Adresse
    > Telefon privat
    > Telefon mobil
    > E-Mail
    > Geburtsdatum
    > Nationalität
    > gegebenenfalls Aufenthaltsbewilligung (sofern nicht Schweizer)
    > AHV-Nummer (wird immer wichtiger)
    > Heimatort
    > gegebenenfalls Geburtsort (sofern nicht Schweizer)
  • Familie

    > Eltern, Alter, Beruf
    > Geschwister, Alter, Schule/Beruf
  • Schulbildung

    > Zeitangabe in Jahren (z.B. 2010-2013)
    > besuchte Schulen (Typ und Ort; z.B. Weiterbildungsschule St. Alban, Basel)
  • Sprachen

    > Muttersprache
    > schriftliche und mündliche Kenntnisse (ausgenommen Muttersprache)
  • Schnupperlehren

    > chronologisch geordnet (Monat und Jahr; z.B. Juni 2014)
    > Dauer der Schnupperlehre, Beruf, Firma und Ort
  • Kentnisse und Interessen

    > besondere Kenntnisse (z.B. Zertifikat Tastaturschreiben, Führerschein)
    > Hobbys (ideal 3, max. 5 Stk.)
    > Interessen (z.B. …)
    > Engagement (z.B. …)
  • Berufswunsch

    > Berufswunsch ausschreiben
  • Sonderinformationen

    > z. B. Auslandaufenthalte
  • Referenzen

    > Klassenlehrperson (Vor- und Nachname, Adresse, Telefon, E-Mail)
    > Trainer, Klavierlehrer, andere Lehrpersonen usw.
  • Bewerbungsfoto

    > Farbig, Standardformat (6 x 4,5 cm)
    > Achte auf ein gepflegtes, sauberes Äusseres, die Haare sollen frisch gewaschen und gekämmt sein
    > Männer rassiert, Frauen mit nicht zu viel Make-up
    > Auf dem Foto soll nur die Kopf- und Schulterpartie sichtbar sein
    > Achte auf seriöse Kleidung, die branchenüblich ist. Halt so, wie man es von dir erwartet, wenn du zum Vorstellungsgespräch gehen würdest

Ein Motivationsschreiben…

ist eine Art Werbeschreiben (in Aufsatzform). Du sollst hier der Firma erklären, wo Deine persönlichen Fähigkeiten liegen, wodurch Du bereit bist, das Projekt Lehre/Ausbildung in Angriff zu nehmen (Deine Motivation) und mit Deiner Persönlichkeit zu überzeugen. Schreibe hier auf, was Du wirklich kannst und auch weisst.Die Werbeformel AIDA kann man dazu sehr gut zu Hilfe nehmen:

A für Attention: Du machst zum Beispiel mit einem kreativen Titel auf Dich aufmerksam.
I für Interesse: Du machst Competec «gluschtig», Dich kennenzulernen.
D für Desire: Du weckst den Wunsch, Dich zum Vorstellungsgespräch einzuladen.
A für Aktion: Du forderst Competec auf, Dich zu kontaktieren.

Das Motivationsschreiben soll nicht länger als eine A4-Seite sein und möglichst natürlich wirken.

Die Zeugnisse…

Normalerweise will man Deine Schulzeugnisse der letzten zwei bis drei Schuljahre sehen, also wenn möglich alle Oberstufenzeugnisse beilegen.

Der Eignungstest…

Als Eignungstest (berufsübergreifend) akzeptieren die meisten Unternehmen den Multicheck, den Basic-Check oder den Sigmedia-Check (evt. nachfragen). Für eine technische Ausbildungen sollte aber dringend der «Berufsbild-Multicheck» (verschiedene Ausrichtungen) oder der «technische Basiccheck» beigelegt werden (Standard ist eher für das KV vorgesehen). Diese Tests sind gesamtschweizerisch anerkannt und sie können für verschiedene Berufe angewendet werden.

Ein Eignungstest prüft neben den wichtigen Hauptfächern für das Berufsbild auch noch andere Fähigkeiten oder Neigungen wie zBsp. Logik, Konzentration,Kurzzeitgedächtnis, Merkfähigkeit, Vorstellungsvermögen, IT-Grundwissen, Organisationsfähigkeit, Textschreiben usw.

Mit dem neuen S2 und S3 Oberstufen-Check testet man ledentlich die Berufsbild relevanten Leistungen der wichtigsten Schulfächer… nicht aber die relevanten Kompetenzen und Fähigkeiten der Schüler für ein bestimmtes Berufsbild. Diese werden neben den normalen Zeugnisnoten, den Kompetenzbewertungen in den Zeugnissen immer wichtiger für die Lehrbetrieb. Nur gute Schulleistungen machen leider noch keinen guten und schlussendlich erfolgreichen Auszubildenden!

Weitere Beilagen…

Wenn Du bereits irgendwelche Kurse, Seminare usw. mit Diplom- oder Zertifikatsabschluss besucht hast, so lege diese doch auch bei. Ebenfalls sind Berichte aus bereits absolvierten Schnupperlehren (wenn im Lebenslauf erwähnt) immer wieder gern gesehen und fast zwingend.

Ein Empfehlungsschreiben einer Lehrperson oder eines Coaches ist dann empfehlenswert, wenn Dein Lebenslauf Lücken aufweist oder Du schlechte Noten- oder Sozialkompetenz-Einträge im Zeugnis hast.




Fazit…

Mit einer 0-8-15 Bewerbung hast Du heutzutage nur noch eine geringe Chance, im Selektionsverfahren eine Runde weiter zukommen.
Ein komplettes, interessantes und vielversprechendes Bewerbungsdossier sticht dem Selektionsverantwortlichen sofort ins Auge!